Marktüberblick

Der deutsche Aktienindex litt auch zum Wochenschluss weiter an Kursabgaben. Die Volatilität war enorm. Zum Xetra-Schluss am Freitag verblieb für den DAX ein Minus von 1,25 Prozent und 12.107,48 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 6,963 Mrd. Euro. Nachbörslich kippte der DAX dann aber noch kurzfristig stark unter die 12.000-Punkte-Marke. Der XDAX zum Beispiel erreichte ein Tagestief von 11.907,88 Punkten, zog dann aber bis zum Schluss um 22:15 Uhr auf 12.230,59 Punkte an. Die Bewegung in den letzten Handelsstunden kann folglich als recht enorm bezeichnet werden. Die nachbörsliche Kurserholung hatte man übrigens wie so oft der Wall Street zu verdanken, die in der letzten Handelsstunde aufdrehte und die US-Leitindizes kräftig in den grünen Bereich schob. Im Rückblick war es für viele Aktienindizes eine eher düstere Woche. Der Dow Jones vollzog somit die schlechteste Performance seit zwei Jahren. Nach zwei heftigen Kursabschlägen von jeweils über 1.000 Punkten und einer zwischenzeitlichen Kurserholung überwog jedoch das dicke Wochenminus von 5,2 Prozent. Auch der S&P500 verlor 5,2 Prozent auf Wochensicht und der NASDAQ100 5,1 Prozent. Besonders die enorme Volatilität und auch die Geschwindigkeit der Kurseinbrüche verscheuchten zwischenzeitlich alle Marktbullen. Die Abfolge des Kursrutsches beim Dow Jones nahm bereits am 02. Februar mit 666 Punkten Kursverlust ihren Anfang, am 05. Februar ging es dann 1.175 Punkte tiefer und am 06. Februar dann noch einmal 1.032 Punkte gen Süden. Vom Rekordhoch hat sich der US-Leitindex nun etwas mehr als 12 Prozent entfernt, was insoweit noch als Korrektur gewertet werden kann, wenngleich diese in ihrer Schnelligkeit erschreckend war. Der Kursverfall hatte aber nicht viel mit ansteigenden Zinsen zu tun, sondern vielmehr mit enormen Zockereien mit dem Volatilitätsindex VIX.

Die neue Woche beginnt von der volkswirtschaftlichen Seite nur mit wenigen Meldungen. Am Montag am Morgen werden bereits vorbörslich um 08:45 Uhr französische Verbraucherpreise für den Monat Januar ausgewiesen. Am Nachmittag werden um 15:45 Uhr die wöchentlichen EZB-Ankaufvolumina von ABS, Pfandbriefen, Unternehmens- und Staatsanleihen publiziert Aus den USA wird am Abend um 20:00 Uhr noch das monatliche Budget-Statement für den Januar veröffentlicht. Von der Unternehmensseite werden am Morgen Jahreszahlen von Heineken (NL) und Puma (DE) erwartet. Ferner stehen unter anderem Quartalszahlen von Carl Zeiss Meditec (DE) und den US-Konzernen Diamond Offshore Drilling, First Data, Loews und FMC Corp. zur Bewertung an.

Ausblick DAX

Der Wochenstart brachte in der asiatisch-pazifischen Region eine Erholung mit sich. Die Börsen in China, Südkorea und Singapur konnten am Montag Zugewinne verbuchen. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen. Die US-Futures tendierten am Morgen durchweg freundlich. Die ersten DAX-Indikationen wirkten deutlich fester und liegen 12.280 Punkte.

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Zur Charttechnik: Der Deutsche Aktienindex verlor am Freitag via Xetra 1,25 Prozent. Zum Handelsschluss standen noch 12.107,48 Punkte auf der Frankfurter Kurstafel. Die nächsten Auf- und Abwärtssequenzen könnten nun mittels des Intraday-Kursverlaufs vom Freitag identifiziert werden. Dazu wäre der Fokus auf die Bewegung vom Tageshoch bei 12.296,18 Punkten bis zum Tagestief bei 12.003,36 Punkten zu richten. Die Widerstände wären demnach bei den Marken von 12.150/12.184/12.227/12.296, sowie bei den Projektionen von 12.365/12.408 und 12.477 Punkten zu ermitteln. Die Unterstützungen kämen bei 12.003 Punkten und bei den Projektionen von 11.934/11.891 und 11.822 Punkten in Betracht. Nachbörslich erreichte der DAX beinahe die 11.900er-Marke.

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