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Saisonalität: Zweigeteiltes US-Nachwahljahr?

Die Analyse zyklischer Einflussfaktoren darf bei der Beurteilung der Perspektiven des Währungspaars nicht fehlen, denn der Faktor „Saisonalität“ liefert gegenwärtig möglicherweise ein absolutes Kernargument. Doch der Reihe nach: Angelehnt an den US-Präsidentschaftszyklus untersuchen wir das typische Ablaufmuster in Nachwahljahren der USA. Dabei stellen wir die Entwicklung aus Sicht des US-Dollars dar. Das Wichtigste vorweg: Die tatsächliche Entwicklung des Jahres 2021 harmoniert bisher recht gut mit dem durchschnittlichen Verlauf aller US-Nachwahljahre seit 1973. So deckt sich der eingangs beschriebene Pullback mit der typischen Stärke des Greenback zu Beginn des US-Nachwahljahres. Das Verlaufsmuster legt im Juni allerdings die Ausprägung eines zyklischen Wendepunktes nahe, sodass die europäische Einheitswährung in der zweiten Jahreshälfte über saisonalen Rückenwind verfügt. Hervorheben möchten wir dabei den Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Oktober, in dem sich der Euro zum US-Dollar durch eine besondere saisonale Stärke auszeichnet. Fortan verdienen Chartsignale „pro Euro“ deshalb eine besondere Beachtung.

EUR/USD (Daily)

Chart EUR/USD
Quelle: macrobond, HSBC²
 

 

1,15/1,25 USD als strategische Leitplanken

Im nächsten Schritt möchten wir unsere Einschätzung des Währungspaares EUR/USD um konkrete Chartmarken ergänzen. Beginnen wir im Sinne des vorsichtigen Kaufmannes mit der Unterseite. Der bereits angeführte Jahres-Pivotpunkt (1,1719 USD) unterstreicht die Schlüsselzone auf Quartalsbasis zwischen 1,17 USD und 1,15 USD. Auf diesem Niveau fällt das Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1,1735 USD bzw. 1,1694 USD) mit den Tiefs der letzten Quartale sowie dem ehemaligen Abwärtstrend seit Sommer 2008 (akt. bei 1,1540 USD) zusammen. Um die von uns favorisierte Gezeitenwende nicht zu gefährden, gilt es in Zukunft, diese Bastion nicht mehr zu unterschreiten. Aufgrund ihrer Bedeutung ist die beschriebene Rückzugszone als strategische Absicherung prädestiniert. Auf der Oberseite sticht indes das Mehrjahreshoch vom Februar 2018 bei 1,2555 USD ins Auge. Im Zusammenspiel mit zwei weiteren Fibonacci-Level (1,2516/1,2597 USD) sowie der 200-Monats-Linie (akt. bei 1,2614 USD) entsteht hier der Signalgeber schlechthin. Schließlich würde ein Spurt über diese Kumulationszone die Bodenbildung der letzten sechs Jahre abschließen (siehe Chart).

EUR/USD (Quarterly)

Chart EUR/USD
Quelle: Refinitiv, tradesignal²
 

5-Jahreschart EUR/USD

Chart EUR/USD
Quelle: Refinitiv, tradesignal²



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