Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenstart an die positive Tendenz vom Freitag anknüpfen. Stützend wirkten veröffentlichte Konjunkturdaten. So konnte der sentix-Konjunkturindex auf den höchsten Stand seit Juni anziehen und die deutsche Industrieproduktion entwickelte sich im September besser als von Experten erwartet. Der DAX stieg um 0,55 Prozent auf ein Mehrwochenhoch bei 13.534 Punkten und nahm Tuchfühlung mit der vielbeachteten 200-Tage-Linie auf. MDAX und TecDAX sahen Aufschläge von 1,15 beziehungsweise 0,54 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 71 Gewinner und 28 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 79 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren-Performance hatten Medienwerte (+2,76%) die Nase vorn vor Technologietiteln (+1,76%). Gegen den Trend schwach präsentierten sich die Versorger (-1,14%). Covestro zog an der DAX-Spitze um 3,20 Prozent an. Händler verwiesen zur Begründung auf eine kostensparende Verschiebung eines Großprojekts. Symrise büßte als Schlusslicht im Leitindex 2,54 Prozent ein. Der Titel litt unter der Meldung eines Brandes in einer US-Fabrik des Aromenherstellers.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial mit einem Aufschlag von 1,31 Prozent bei 32.827 Punkten aus dem Handel. Er konnte damit seine 200-Tage-Linie zurückerobern. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,11 Prozent auf 10.977 Zähler. 60 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. 79 neuen 52-Wochen-Hochs standen 144 Tiefs gegenüber. Der US-Dollar setzte seine Schwäche vom Freitag fort. EUR/USD kletterte um 0,66 Prozent auf 1,0024 USD. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries legte um fünf Basispunkte auf 4,22 Prozent zu. WTI-Öl verbilligte sich nach Gewinnmitnahmen um 0,72 Prozent auf 91,94 USD. Gold handelte an der Comex kaum verändert bei 1.678 USD.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index handelte 0,62 Prozent fester bei 143,36 Punkten. Deutliche Zugewinne sahen die Börsen in Japan und Südkorea. Bei den zuletzt stark gelaufenen Aktien in China kam es derweil zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der S&P Future notierte zuletzt 0,13 Prozent tiefer. Für den DAX wird gemäß der vorbörslichen Indikation (13.546) ein Handelsstart im Plus erwartet.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf die Daten zum Einzelhandelsumsatz in der Eurozone. Die heute stattfindenden Zwischenwahlen zum US-Kongress könnten zu einer erhöhten Volatilität an den Märkten beitragen. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von der Deutschen Post, Bayer, Henkel, Munich Re und Porsche Holding. Die gestern nach der Schlussglocke an der Wall Street veröffentlichten Quartalszahlen von Qiagen wurden im nachbörslichen Handel mit deutlichen Kursaufschlägen quittiert. Der Konzern schlug nicht nur die Markterwartungen, sondern hob erneut seine Jahresziele für Umsatz und Gewinn an.

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DAX-Tief erst im März 2023?

In der Vergangenheit markierte der DAX im März 2003, März 2009 und März 2020 jeweils Tiefpunkte infolge von Rezessionen. Zurzeit gibt es gemischte Signale: Ifo-Index, DAX-Kurs-Gewinn-Verhältnis und pessimistische Profi-Investoren sprechen für den Aktienkauf. Dagegen raten die immer restriktivere US-Geldpolitik und ambitionierte Gewinnmargen-Erwartungen, weiterhin abzuwarten. Der Bärenmarkt dürfte noch anhalten. Wiederholt sich also die Geschichte und Anleger sehen das DAX-Rezessionstief erneut im März?

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