Marktüberblick

Der Deutsche Aktienindex startete mit leichten Abgaben in die neue Börsenwoche und schloss mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 12.543,51 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug nur rund 2,67 Mrd. Euro. Auch die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes wiesen mehrheitlich leichte Kursverluste auf. Der EuroStoxx50 ging mit einem Kursverlaust von 0,02 Prozent bei 3.523,76 Zählern beinahe unverändert aus dem Handel. Die Deutsche Bank stand auch am Montag im Zentrum des Anlegerinteresses. Am Aktienmarkt zweifelten die Markteilnehmer jedoch deutlich an der neuen Strategie, denn die Aktie der Deutschen Bank hielt zum Xetra-Schluss mit einem Minus von 5,39 Prozent und einem Schlusskurs von 6,788 Euro die rote Laterne. Wie immer man die radikalen Konzernumbaupläne von CEO Sewing aber nun beurteilen mag, zweifelsohne werden nun dringende Problembereiche oder gar Baustellen endlich einmal angegangen. Nicht ausreichend profitable Konzernbereiche werden gestutzt oder gar nicht mehr bedient und die Kostenstruktur wird massiv heruntergefahren. Der Rückzug aus dem weltweiten Aktiengeschäft gilt als einer der zentralen Strategieschwenks. Das Aktienemissionsgeschäfts wird aber beibehalten. In Bezug auf die Kosten spricht die Konzernleitung von Einsparungen von rund 6 Mrd. Euro bis zum Jahr 2022. Bis zum Jahr 2022 sollen zudem Investitionen von rund 13 Mrd. Euro unter anderem in Technologien und führende Geschäftsbereiche getätigt werden. Außerdem soll eine Abbaueinheit gegründet werden, um Bilanzpositionen effizienter abwickeln zu können. Diese Einheit wird voraussichtlich ein Volumen in Höhe von 74 Mrd. Euro in Form von risikogewichteten Aktiva mit einer Gesamtverschuldung von rund 288 Mrd. Euro aufweisen. Nachbörslich fiel die Aktie der BASF auf zeitweise unter 59,00 Euro aufgrund einer Gewinnwarnung. Gerüchte um eine bevorstehende Gewinnwarnung kursierten jedoch schon eine Weile im Markt – so 100 Prozent überraschend kam diese demnach nicht. An der Wall Street gingen die drei führenden US-Indizes unterdessen durchweg mit Kursverlusten aus dem Handel.

Am Dienstag stehen nur wenige volkswirtschaftliche Daten auf der Agenda der Händler. Um 12:00 Uhr wird das NFIB-Geschäftsklima für den Juni erwartet und um 16:00 werden die JOLTS-Daten mit den offenen Stellen im Mai publiziert. Nach dem US-Börsenschluss stehen dann noch die wöchentlichen API-Rohöllagerbestände zur Veröffentlichung an. Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne PepsiCo, Lindsay, Helen of Troy, Levi Strauss und WD-40 Company von ihren aktuellen Quartalszahlen.

Ausblick DAX

Am Dienstag geht es für die meisten Indizes und auch für die US-Futures abwärts. Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 12.470 Punkten. Am Morgen gab es von 30 DAX-Werten nur zwei Gewinner, Adidas und Vonovia.

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Zur Charttechnik: Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 12.543,51 Punkten via Xetra-Handel. Bei einem Blick auf den Kursverlauf der letzten 52 Wochen kann das Zwischenhoch des 27. Juli 2018 bei 12.886,83 Punkten ausgemacht werden. Seitdem ging es rasant abwärts und am 27. Dezember 2018 fand der DAX sein letztes übergeordnetes Verlaufstief bei 10.279,20 Punkten. Diesen längerfristigen Kursverlauf heranziehend, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher abzuleiten. Die übergeordneten Widerstände fänden sich beim jüngsten Jahreshoch des 04. Juli 2019 von 12.656,05 Punkten, sowie bei der Marke von 12.887 Punkten. Die Unterstützungen wären hingegen bei 12.271/11.890 und 11.583 Punkten in Betracht zu ziehen. Die alten Jahreshochs vom 03. Mai 2019 bei 12.435,67 Punkten und vom 20. Juni 2019 bei 12.438,37 Punkten könnten zudem als zusätzliche Ziele der Bären hinhalten. Auf der Unterseite läge zudem noch die Kurslücke vom 28. Juni auf den 01. Juli zwischen 12.408,22 und 12.519,30 Punkten.

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